TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Wissenswertes über Igel

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Jäger, die in Europa, Asien und Afrika verbreitet sind und zu den besonders geschützten Wildtieren gehören. In Westeuropa lebt der Braunbrustigel (Erinacaeus europaeus), in den osteuropäischen Ländern der Weißbrustigel (Erinacaeus roumanicus).

Igel gehören zu den ältesten wild lebenden Säugetieren

Sie existierten bereits in der Kreidezeit, also noch vor den Mammuts. Igel bewohnen Wälder, Felder, Steppen, Auen und Gärten und halten sich gerne in Gebüschen, unter Hecken, in hohlen Bäumen oder in Felsenklüften auf. Sie nutzen auch verlassene Tierbauten oder graben sich selbst kurze Höhlen in die Erde. 

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Jäger

Mit flinken, trippelnden Schritten geht der Igel, wenn es dunkel wird, weitläufig auf Futtersuche und gilt als äußerst geschickter Jäger. Während ihrer abendlichen Nahrungssuche legen Igel oft mehrere Kilometer zurück. Sie gehören zwar zu den Insektenfressern, aber ihr Speiseplan umfasst weit mehr als nur Käfer, Insektenlarven, Würmern, Spinnen, Schnecken und andere Kleintiere. Oft zählen auch Jungtiere von Mäusen oder Maulwürfen zu seiner Nahrung. Selbst Aas verschmähen sie nicht. Dagegen sind Früchte und Gemüse weniger beliebt.

So wittern Igel ihre Nahrung

Hört der Igel etwas Verdächtiges, bleibt er stehen, lauscht und wittert. Angeblich weiß man aus Beobachtungen, dass Igel eine Raupe aus etwa zwei Metern Entfernung am Blatt nagen hören. Seiner perfekten Nase entgeht nichts, aber der Stachelheld sieht ziemlich schlecht, und auch das farbliche Sehen ist eingeschränkt. Hauptsächlich orientiert sich der Igel mit Tasthaaren seiner Schnauze und mit seinem guten Geruchssinn.

Die Fortpflanzung des Igels

Igel paaren sich etwa von April bis September und gebären nach circa 30 bis 35 Tagen meist vier Igelbabys, die zwischen Juni und Oktober geboren werden. Die meisten kommen im August zur Welt und ihr Geburtsgewicht beträgt zwischen 12 und 25 Gramm. Dieses Anfangsgewicht müssen die jungen Igel bis zum Beginn des Winterschlafs auf etwa 500 bis 700 g erhöhen. Schon nach sechs Wochen sind junge Igel selbstständig und verlassen endgültig die Nähe der Igelmutter. Nach rund neun bis elf Monaten ist der Nachwuchs geschlechtsreif. Das Männchen beteiligt sich nicht an der Brutpflege, sondern sucht kurz nach der Begattung neue Weibchen auf.

Gewöhnlich leben Igel als Einzelgänger und finden sich nur in der Paarungszeit zusammen. Sie sind nicht revierbezogen, aber dennoch an einen festen Ort gebunden. Ihr Bewegungsumkreis umfasst etwa 100 Hektar. Hier legen sie auch mehrere Bauten an, wo sie ihren fünf bis sechs Monate langen Winterschlaf (von Oktober oder November an) verbringen.

Der gesunde Igel ist ein Wildtier, er gehört nicht in Menschenhand

Ab etwa dem 25. Lebenstag begeben sich junge Igel ohne den Schutz der Mutter allein auf Futtersuche. Dies wird vielen zum Verhängnis, denn die kleinen Stacheltiere werden häufig für hilfsbedürftig gehalten, obwohl sie es gar nicht sind.

Ohne Not werden die Tiere in Schachteln mit Laub gesperrt und mit Katzenfutter versorgt und auf diese Weise in guter Absicht, aber ohne jegliche Sachkenntnis todgepflegt. Andererseits werden im Sommer verletzte oder kranke Igel, weil sie ja mit ihrem Körpergewicht über den berühmt berüchtigten 600 g liegen, nicht beachtet, sie versterben elendig.