TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Beratung findet telefonisch statt. Es können derzeit auch keine Tiervermittlungen stattfinden.

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

QUALPRODUKT DAUNEN

Finger weg von Kleidung und Bettwaren mit Daunenfüllung:

Wer sich während der kalten Jahreszeit gerne in eine Jacke mit echten Daunen hüllt oder nachts mit einer Daunendecke zudeckt, dem sollte eigentlich das Blut gefrieren. Noch immer verwenden Hersteller Daunen, deren Herkunft ungeklärt ist und möglicherweise durch Lebendrupf von Gänsen, oft sogar von zwangsgemästeten Stopflebergänsen, gewonnen wird. Während Entendaunen ausschließlich von geschlachteten Vögeln stammen, werden Gänse auch bei lebendigem Leib gerupft, maschinell oder per Hand, aber in jedem Fall unfassbar schmerzhaft.

Recherchematerial verschiedener Tierschutzorganisationen ( z.B. hier: www.peta.de/daunen) zeigt, wie unglaublich qualvoll die Tiere leiden, wenn ihnen brutal die Federn aus dem Leib gerissen werden. Die verängstigten Tiere schreien und werden mit blutenden Wunden oder gebrochenen Flügeln einfach zurückgelassen. Nicht wenige Gänse sterben sogar an den schweren Verletzungen. Laut Vier Pfoten e.V. werden im Schnitt 40 Gänse für nur eine einzige Daunenbettdecke gerupft.

Grund für die brutale Vorgehensweise ist natürlich wie so oft der Profit. Nach der Schlachtung kann eine Gans nur einmal „geerntet“ werden. Da die zarten Federn nach dem Ausreißen bei lebendigem Leib aber nachwachsen, können lebend gerupfte Gänse bis zu 16 Mal für die Daunenproduktion eingesetzt werden. Die nachwachsenden Federn sollen sogar dichter und weicher sein. Deshalb greifen vor allem die Hersteller von Luxus-Daunenjacken zu Daunen aus der zweiten oder dritten „Ernte“.

Der Lebendrupf von Gänsen ist zwar EU-weit verboten, wird aber dennoch praktiziert, z.B. in Ungarn oder Polen, wie die Vier Pfoten e.V. berichtet. Zudem gibt es sogar ein legales Schlupfloch: Während der Mauser, also dem natürlichen Federwechsel, werden die Daunen von den Gänsen abgestoßen und dürfen daher aus dem Federkleid herausgezogen werden. Diesen Vorgang nennt man dann „Raufen“ statt „Rupfen“. Er ist weniger schmerzhaft für die Tiere und deshalb auch an der lebenden Gans in der EU erlaubt. Allerdings kann bei der industriellen Daunengewinnung nicht garantiert werden, dass die Federn zum Zeitpunkt des Raufens tatsächlich bei allen Tieren locker sitzen.

Woher die Daunen in Decken oder Wintermänteln stammen, können selbst Experten nicht nachvollziehen, denn es existiert kein unabhängiges Zertifikat mit Kontroll-, Sanktions- oder Bußgeldmöglichkeiten.

Bitte helft mit, das Gänseleid in der Daunenproduktion zu beenden: Verzichtet nach Möglichkeit komplett auf Daunenprodukte. Pflanzliche Materialien wie Kapok, Flachs und Baumwolle haben sich als natürliche Füllungen bewährt, aber auch moderne Kunstfasern wie Viskose besitzen wärmende Eigenschaften. Stoffe wie „PrimaLoft“, „Thinsulate“ oder „Thermolite“ haben zudem noch praktische Vorteile: sie lassen sich problemlos waschen und haben antimikrobiellen Schutz, der Schimmel oder Milben vorbeugt.