Der kleine Stubentiger hat es nicht verdient, so „entsorgt“ zu werden.

In dieser auffälligen, mintfarbenen Box wurde Fundus aufgefunden. Da die Box an allen Seiten angenagt ist, gehen wir davon aus, dass hier auch mal ein Kaninchen oder ein anderes Nagetier transportiert wurde.

Ausgesetzte Katze zum „Tag der offenen Tür“ im Münchner Tierheim

Da staunte unser ehrenamtlicher Mitarbeiter Selcuk nicht schlecht, als er auf unserer öffentlichen Toilette gegen 15.00 Uhr am 6. Oktober zu unserem „Tag der offenen Tür“ eine abgestellte Transportbox samt Inhalt fand.

In der angenagten, auffälligen, mintfarbenen Box befand sich eine schwarze Katze. Genauer gesagt: ein schwarzer Kater, nicht gechipt, nicht tätowiert, unkastriert und etwa ein Jahr alt. 

Die Unverfrorenheit des „Überbringers“ der Katze muss man sich erstmal vorstellen! Er ging cool am gut besuchten „Tag der offenen Tür“ an dem Info-Stand der Polizei vor, schlenderte zielsicher auf unsere Toilette und hat den armen schwarzen Kater dort einfach abgestellt. Woher wir das alles wissen? Wir haben unsere Video-Aufzeichnungen von unserem Gelände vom Sonntag gesichtet und wissen nun, wie der Mensch aussieht, was er an hatte und zu welcher Zeit er sich bei uns aufhielt. Nach seiner „Tat“ ist er wieder auf die Riemer Straße hinaus gegangen und fortgefahren. 

Jetzt werden sicher viele Tierfreunde schreiben: „Seid doch froh, dass er die Katze nicht irgendwo ausgesetzt, sondern ins Tierheim gebracht hat“. Ja, wir sind natürlich darüber sehr froh, dass der Katze nichts Schlimmeres passiert ist. Dennoch ist und bleibt es ein Aussetzen eines Tieres und kann mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro belangt werden. Wir hätten gerne über den Kater mehr gewusst - wie er heißt, welche Fressgewohnheiten und Vorlieben er hat und vor allem, ob er Krankheiten hat/hatte und ob es tierärztliche Befunde gibt, von denen wir wissen sollten. Wer weiß, vielleicht gibt es sogar einen Besitzer, der seinen Kater in guter Obhut glaubte und sich entweder im Krankenhaus oder im Urlaub befindet.

Jedenfalls hat es der kleine Stubentiger nicht verdient, so „entsorgt“ zu werden. Wir werden uns selbstverständlich gut um ihn kümmern, diverse Untersuchungen an ihm vornehmen, kastrieren, chippen, impfen, entwurmen und vor allem gut vermitteln. Nichts desto trotz war das Handeln des vermeintlichen Besitzers feige und verantwortungslos und er sollte sich dafür schämen!

UND: Wir werden dran bleiben und mit ein bisschen Glück mehr über diese Person erfahren…..

Wer Hinweise dazu geben kann, meldet sich bitte – auch anonym - bei unseren Tierschutzinspektoren unter Tel.: 089 / 921 000-14 bzw. -33.

Der namenlose Kater heißt nun Fundus. Er ist in unserer Quarantänestation untergebracht und wird bald an liebe Tierfreunde vermittelt. Wer sich schon mal vormerken lassen möchte, kann sich unter Tel.: 089 / 921 000 42 melden.