TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Fotograf: Hamon jp

Foto: Alpsdake

Foto: Richard Bartz

Wildtier des Monats Mai: Der Wollschweber

Vor diesem flauschigen Gartenbesucher mit seinem scheinbar bedrohlich langen Stachel müssen wir Menschen keine Angst haben! Stechen können diese pummeligen Tiere nicht, es handelt sich lediglich um einen immer ausgestreckten Saugrüssel.

Sie sind rund, fluffig und wirken im Garten schwebend wie eine seltsame Mischung aus Hummel, Kolibri und Fliege: Wollscheber heißen die kleinen, wolligen Gesellen, die dieses Jahr besonders häufig in heimischen Gärten zu beobachten sind. Zwischen April und Juni, aber vor allem jetzt im Mai sind sie aktiv. Trotz ihres Körperumfangs sind sie wahre Flugkünstler. Sie können scheinbar mühelos in der Luft vor einer Blüte stehen und deren Nektar saugen sowie waghalsige Manöver fliegen.

Wollschweber sind für uns Menschen ungefährlich. Ganz anders sieht es für viele Solitärbienen, meist Sand- oder Erdbienen aus. Solitärbienen sind Bienen, die wie Einsiedler alleine Leben und ohne Hilfe von Artgenossen ihren Nachwuchs versorgen. Der Wollschweber ist ein sogenannter Brutschmarotzer, ein Parasitoide. Wollschweberweibchen beobachten Solitärbienen genau und passen den richtigen Moment ab, um in eine fertig vorbereitete Brutröhre oder in die Nähe ein Ei zu werfen. Damit die Eier nicht entdeckt und von der Biene entsorgt werden, taucht die Wollschweberin ihren Hinterleib zuvor mehrere Male in Staub oder Sand, um die Eier damit zu bepudern.

Die Larven durchleben verschiedene Entwicklungsstadien: Direkt nach dem Schlupf sind sie sehr beweglich und haben fünf Paar Beine. Mit diesen krabbeln sie in die Nisthöhle, bevor die Biene diese verschließt und fressen zunächst die für ihre eigene Brut vorbereiteten Vorräte auf. Danach verpuppen sie sich zu fußlosen Maden und saugen die Bienenlarve langsam aus. Im Bienennest überwintern die Larven und verpuppen sich meist erst im nächsten Frühjahr. Die Puppen sind ungewöhnlich beweglich und besitzen am Vorderende harte Dornen, um sich aus den verschlossenen Bruthöhlen wieder zu befreien.

Wollschweber gehören zu den Fliegen und von weltweit 6000 verschiedenen Arten gibt es 34 in Deutschland. Der häufigste ist der „große Wollschweber“. Wer diese wolligen Schweber im Garten haben möchte, der sollte auf Insektizide verzichten und zahlreiche Nektarquellen zur Verfügung stellen. Auch wenn Wollschweber Bienen parasitieren, schaden sie deren Bestand in einem gesunden Ökosystem nicht. Wer genau aufpasst kann die Männchen beim Kämpfen um ein attraktives Weibchen beobachten.