TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Wildtier des Monats

April 2019: Der Waldkauz

Als kleine Flauschbällchen mit großen Knopfaugen werden sie momentan unter Bäumen entdeckt, auch mitten in der Stadt. Was hier scheinbar hilflos am Boden sitzt, ist ein junger Waldkauz. Sie zählen zu unseren häufigsten und anpassungsfähigsten Eulen und haben sich inzwischen so an die milden Temperaturen und guten Futterbedingen in der Stadt gewöhnt, dass sie als Besonderheit Winterbruten durchführen. Während die landbewohnenden Waldkäuze aufgrund der eisigen Wintertemperaturen erst im März brüten, so tun ihre städtischen Verwandten im Englischen Garten dies teilweise schon im Dezember.
Normalerweise befinden sich die Jungkäuzchen aber im April in ihrer Ästlingsphase. Das bedeutet, sie verlassen mit etwa 4 Wochen ihre sichere Baumhöhle und machen ersten Kletter- und Flugübungen am Heimatbaum. Dass sie dabei abstürzen oder sich bei Gefahr sogar absichtlich fallen lassen, ist nicht ungewöhnlich. Sie können schon hervorragend klettern und kraxeln bei Dunkelheit mit wild flatternden Flügelschlägen an rauer Rinde wieder hinauf.

Tagsüber bleiben die Kleinen lieber in Deckung und zwar im Notfall auch auf dem Waldboden. Gefahr lauert dabei nicht nur von Beutegreifern. Eulen werden auch von anderen Vögeln, selbst kleinen Singvögeln, gehasst. So nennt man es in der Fachsprache, wenn Vogelarten von anderen Vogelarten bei Sichtung ohne erkennbaren Grund attackiert, ja regelrecht gemobbt werden. Dies kann auch einem harmlosen Eulenkind passieren, wenn es am Tag entdeckt wird. Im schlimmsten Fall können daraus lebensbedrohliche Verletzungen entstehen. Also bleibt das Eulenkind bis zur schützenden Dunkelheit lieber in Deckung.

In Acht nehmen muss man sich allerdings vor den fürsorglichen Eltern. Das monogame Paar verteidigt seine geliebten Kinder oft rigoros und attackiert mögliche Störenfriede im lautlosen Flug von hinten. Auch Menschen werden an den Schultern und am Kopf mit den Krallen und Flügen attackiert. Ein berühmter Tierfotograf verlor bei Aufnahmen in der Nähe einer Bruthöhle deswegen ein Auge.
Waren Eulen einst Vögel der Weisheit, so wurden sie im Mittelalter als Unglücksbringer verurteilt. Der Waldkauz sei ein Todesbote, denn er kündige mit seinem Kontaktruf „Ku-witt“, interpretiert als „komm mit“, den baldigen Tod eines geliebten Menschen an. Ihren schaurig-gruseligen Balzruf „Huh-Huhuhu-Huuh“ kennt man aus zahlreichen Horrorfilmen.

Zum Glück ist dieser wunderschöne Vogel inzwischen deutlich beliebter. Sorge bereitet als Höhlenbrüter sein Mangel an Nistplätzen durch die Abholzung alter Laubbäume und Zerstörung seines Lebensraums. In Not fallen immer wieder Käuze in Kamine, weil sie dort nach einer Höhle suchen. Um dem Waldkauz zu helfen sollten alte Bäume stehengelassen und künstliche Nisthöhlen angebracht werden.