Die breitfüßige Erlenblattwespe

Jetzt im September können sie oft in Parks oder Gärten gesehen werden, wie sie an Birkenblättern, aber auch an Hainbuche, Esche, Pappel, Ahorn, Weiden, Erlen aber vor allem Hasel fressen. Als erstes fallen die skelettierten Blätter auf. Nur bei genauerem Hinsehen kann man an benachbarten Blättern die Raupen erkennen, die wie bei einer kleinen Versammlung friedlich gemeinsam am gleichen Blatt hängen und dieses bis auf die Blattadern kahlfressen.

Jetzt im September können sie oft in Parks oder Gärten gesehen werden, wie sie an Birkenblättern, aber auch an Hainbuche, Esche, Pappel, Ahorn, Weiden, Erlen aber vor allem Hasel fressen. Als erstes fallen die skelettierten Blätter auf. Nur bei genauerem Hinsehen kann man an benachbarten Blättern die Raupen erkennen, die wie bei einer kleinen Versammlung friedlich gemeinsam am gleichen Blatt hängen und dieses bis auf die Blattadern kahlfressen.

Bei diesen kleinen Raupen handelt es sich allerdings nicht um Schmetterlingsraupen, sondern um die Larven der breitfüßigen Birkenblattwespe. Blattwespen gehören zur Gruppe der Pflanzenwespen, etwa 600 verschiedene Arten gibt es in Deutschland, 9000 weltweit. Optisch ähneln Pflanzenwespen eher Fliegen, als wirklich wie typische Wespen auszusehen. Auch stechen können sie nicht. Obwohl sie somit ungefährlich für den Menschen sind, gelten manche Arten als Schädlinge. Zwar sind die erwachsenen Tiere oft nützlich, weil einige selbst Schadinsekten jagen und fressen, andere wie Bienen Blumen bestäuben. Die Larven mancher Arten können jedoch erhebliche Fraßschäden verursachen.

Wer Blattwespenraupen von Schmetterlingsraupen unterscheiden möchte, der muss auf die Beinpaare achten. Blattwespenrauen haben acht Beinpaare, anstatt wie Schmetterlingen max. sieben. Zudem strecken sie ihren Hinterleib bei einer Störung nach oben und präsentieren ihre Afterdrüse, die mit einem abwehrenden Sekret gefüllt ist.  Ihr Körper nimmt dabei eine S-Form an und sie halten sich nur noch mit den Vorderbeinen fest. Kurz vor der Verpuppung lassen sie sich zu Boden fallen und verpuppen sich dort. Drei Generationen können pro Jahr gebildet werden. Die Generation jetzt wird als Kokon im Boden überwintern und erst im Frühjahr als erwachsenes Tier schlüpfen.

Eine Paarung ist bei diesen Blattwespen nicht zwingend erforderlich. Das Weibchen kann auch eine sogenannte „Jungfernzeugung“ vollführen, also Klone von sich selbst erzeugen. Damit ihre bis zu 150 Eier geschützt sind, ritzt sie Blattadern an und legt ihre Eier in diese Taschen.

Wer Afterraupen bei sich im Garten findet, muss diese nicht sofort bekämpfen. Meist fressen die Raupen nur einen kleinen Teil der Blätter ab, ohne der Pflanze dabei zu schaden. Hat man einen zu starken Befall, sollte unbedingt auf Bekämpfung mit der Chemiekeule verzichtet werden. Die Raupen können sehr leicht abgesammelt oder mit den befallenen Ästen abgeschnitten werden.

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