Newsletter des Tierschutzverein München e.V.
Tierschutz intern - März 2017
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Tierschutz intern - März 2017

 
 
 
Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

in unserem monatlichen Newsletter informieren wir über unsere tägliche Tierschutzarbeit, wichtige Tierschutzthemen sowie über Neuigkeiten aus dem Münchner Tierheim und von unserem Gnadenhof. Wir freuen uns über jeden neuen Abonnenten, Ihre Anregungen und Rückmeldungen!


 

Sichern Sie die Brutreviere für Zugvögel

 

Die ersten Zugvögel sind bereits aus ihren Winterquartieren im Süden zurückgekehrt. Mit zu den ersten Ankömmlingen gehört der Kiebitz, ein sogenannter Kurzstreckenzieher wie auch Kraniche oder Stare, die etwa 2.000 Kilometer Wegstrecke zurücklegen. Da Kiebitze vom Aussterben bedroht sind, ruft der Naturschutzbund Deutschland (NABU) dazu auf, gesichtete Kiebitze über die Naturbeobachtungswebseiten http://ornitho.de/oder www.nabu-naturgucker.de zu melden. Mit der Aktion will der NABU mehr über die gefährdete Art erfahren. Zu den Langstreckenziehern, die rund 4.000 Kilometer pro Wegstrecke fliegen, gehören Kuckuck, Nachtigall oder Storch. Damit die Tiere ihre Brutreviere für die Fortpflanzung sowie die Jungenaufzucht voll nutzen können, dürfen Hobbygärtner in der Zeit von 1. März bis 30. September keine Rodungsarbeiten vornehmen. Betroffen davon ist das Roden, Schneiden und Zerstören von Hecken, Gebüschen sowie Röhricht in der freien Landschaft und in Siedlungsbereichen. Wer sich nicht an diese Vorschrift hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld von bis zu 50 000 Euro bestraft werden.


 

Die ersten Igel erwachen aus dem Winterschlaf

 

Mit dem Frühlingsbeginn, wenn die Temperaturen über einige Tage höher als 10 Grad liegen, erwachen die ersten Igel aus dem Winterschlaf. Der Igel verliert während des Winterschlafs rund dreißig Prozent seines Körpergewichts. Darum beginnt das abgemagerte Stacheltier sofort mit der Nahrungssuche. Sie dürfen dem klapprigen Gesellen daher ruhig geeignetes Futter (Katzenfutter vermengt mit Igeltrockenfutter, Weizenkleie oder Haferflocken) hinstellen. Denn es gibt im Frühjahr noch nicht so viele Insekten, Würmer und Schnecken, dass er damit seinen Riesenhunger stillen könnte. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) führt auch im Jahr 2017 sein Projekt „Igel in Bayern“ zusammen mit dem Bayerischen Rundfunk weiter und ruft alle Tierfreunde auf, ab sofort wieder gesichtete Igel zu melden. Im ersten Projektjahr 2016 beteiligten sich über 20.000 Menschen, damit die Experten langfristig herausfinden können, wie es dem Igel in Bayern geht und wie es um seinen Lebensraum bestellt ist. Jeder kann bis Ende Herbst 2017 sowohl lebendige als auch tote Igel ganz einfach im Internet unter www.igel-in-bayern.de oder per Smartphone-App „Igel in Bayern“ melden.


 

Herdenschutzhunde - die mit dem "eigenen Kopf"

 

Neun Herdenschutzhunde – darunter vier türkische Kangals - leben derzeit im Tierheim München und warten auf die große Chance wieder ein Zuhause zu finden. Doch das ist nicht einfach. Wer mit Herdenschutzhunden umgeht, muss „den eigenen Kopf“ dieser Hunde akzeptieren und ihren genetisch bedingten Schutztrieb auf geeignete Weise lenken können. Einen umfassenden Artikel über diese Hundespezialisten finden Sie online in unserer Mitgliederzeitschrift von März/2017. Wer Rassekenntnisse mitbringt und ein geeignetes Umfeld für diese Hunde bieten kann, bitte melden unter Telefon 089 921000-73.


 

Frühjahrscheck für Haustiere

 

Das Frühjahr ist die beste Zeit, sich Gedanken über wichtige Termine für Haustiere zu machen: Welche Impfungen müssen vorgenommen oder aufgefrischt werden? Wann ist eine Rundum-Untersuchung beim Tierarzt fällig? Steht der Kastrations-Termin für Jungkatzen schon fest? Sind Haftpflicht-, Kranken- oder OP-Versicherungen auf dem Laufenden? Ist mein Tier gekennzeichnet und bei einem Haustierregister mit meinen aktuellen Kontaktdaten registriert? Wo bleibt mein Tier, wenn die Urlaubszeit kommt und ich es nicht mitnehmen kann? Diese und ähnliche Fragen sollten sich Tierhalter stellen und beantworten, bevor das Jahr seinen Lauf nimmt und wichtige Dinge auf den letzten Drücker arrangiert werden müssen. In unserer Mitgliederzeitschrift von März/2017 finden Tierhalter wichtige Tipps für den Frühjahrs-Check.


 

Nymphensittiche im Landeanflug

 

Fast zwei Dutzend Nymphensittiche warten derzeit im Münchner Tierheim auf neue Landeplätze bei sachkundigen Tierfreunden. Die geselligen Vögel gelten fälschlicherweise als weniger anspruchsvolle „Anfängervögel“, doch haben sie spezielle Bedürfnisse. Grundvoraussetzungen sind die Haltung von mindestens zwei Tieren, viel Platz, abwechslungsreiches Futter und Beschäftigungsangebote. Mehrstündiger Freiflug ist für die ausgesprochenen Schwarmtiere unbedingt nötig, wenn man keine großräumige Flugvoliere oder ein Vogelzimmer bieten kann, sonst können die Tiere krank werden oder Verhaltensstörungen entwickeln. Zu bedenken ist auch, dass Nymphensittiche bis zu 25 Jahre alt werden können, in Einzelfällen sogar über 30 Jahre. Man sollte sicherheitshalber eine Notfallbetreuung vorsehen. Weitere Informationen über unsere Nymphensittiche erhalten Sie auf unserer Vogelstation unter Telefon 089 921000-52.


 

Gesunde Wildtiere bitte in Ruhe lassen!

 

Die Paarungszeit für viele Arten kleinerer heimischer Wildtiere beginnt und das Münchner Tierheim rechnet mit einem "Sammel-Boom": Jungvögel, Eichhörnchenbabys, Entenküken oder junge Wildkaninchen und Feldhasenbabys werden wie jedes Jahr dutzendfach eingeliefert. Doch viele Wildtierjunge, die vermeintlich hilfsbedürftig wirken, sollte man besser in Ruhe lassen. Viele Wildvogelküken beispielsweise sind Nestflüchter und hüpfen schon am Boden, bevor sie fliegen können. Sie werden jedoch von den Elterntieren weiter gefüttert. Bitte die Situation erst einmal beobachten und nur eingreifen, wenn ein Jungtier tatsächlich lebensbedrohlich gefährdet ist. Dasselbe gilt für junge Wildkaninchen oder Feldhasen, die manchmal auf Spaziergängen in Grasmulden entdeckt werden. Dort legen die Weibchen ihre Jungen ab und kommen in regelmäßigen Abständen, um ihren Nachwuchs zu säugen. Ein unversehrtes Jungtier aufzunehmen, weil es scheinbar verwaist ist, gilt streng genommen als Wilderei, das heißt, man macht sich strafbar. Noch schlimmer aber ist: Einem gesunden Jungtier wird durch das Eingreifen mehr geschadet als geholfen. Ausnahmen gelten selbstverständlich für Jungtiere, die durch Umweltbedingungen oder natürliche Feinde bedroht oder deren Elterntiere tot sind. Tatsächlich kranke, unterernährte oder verletzte Jungtiere müssen umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden. Weitere Tipps finden Sie auf unserer Homepage. Wir beraten Sie gerne persönlich unter Telefon 089 921000-37 oder 0174 7729600.


 

Für die Bienen - bitte keine Palmkätzchen schneiden!

 

Die ersten frühlingshaften Tage locken nicht nur uns Menschen aus der Winterruhe. Auch die Natur erwacht zum Leben: Die ersten Winterlinge und Schneeglöckchen sprießen aus dem Boden und auch die Weiden fangen an ihre weichen "Katzerl" zu zeigen. Als eine der ersten Blüten sind die Palmkätzchen die wichtigste Nahrungsquelle für die Bienen nach dem Winter. Bitte verzichten Sie unbedingt darauf, die hübschen Weidenzweige abzuschneiden! Der Bienenbestand hat sich weltweit bereits stark verringert - die Folgen für unser gesamtes Ökosystem sind gravierend. Allein in Deutschland ist nach Angaben des Deutschen Imkerbundes die Zahl der Bienenvölker seit 1952 von 2,5 Millionen auf heute weniger als eine Million zurückgegangen. Wenn es nicht gelingt, die Bienenbestände zu halten und die Insekten aussterben, hätte dies nach Ansicht von Forschern fatale Folgen für den Menschen. Bienen bestäuben rund 80% aller Pflanzen weltweit - und sind damit die wichtigsten Produzenten unserer Nahrung. Wie Sie Ihren eigenen Garten bienenfreundlich machen können, erfahren Sie hier.


 

Ein Himmelreich für unsere Candy

 

Die Spitzmischlingshündin Candy ist fünf Jahre alt und lebt auf unserem idyllisch gelegenen Gnadenhof bei Erding. Dort fühlt sich die pfiffige junge Hündin in Haus und Hof zuhause und verschafft sich ihren freilaufenden Artgenossen gegenüber angemessenen Respekt. Candy liebt es im Mittelpunkt zu stehen und buhlt – durchaus auch 'mal mit einem sanften „Liebeskneifer“ in die Wade, um die Aufmerksamkeit von Zweibeinern. Die gelehrige und kluge Hündin ist froh über kleine Aufgaben, geht gerne bei Wind und Wetter spazieren und ist ein rundum angenehmes Familienmitglied. Für Candy suchen wir ein fürsorgliches Zuhause, sehr gerne mit Garten, bei lieben Menschen, die Candy weiterhin in einer Hundeschule fördern. Wenn Sie Interesse an unserer süßen Candy haben, melden Sie sich unter den Telefonnummer 08122 14351 oder unter der Mobilfunknummer 0175 2573482.


 

Videoüberwachung im Münchner Schlachthof

 

Durch die intensive Tierschutzarbeit der Aktivistin Daniela Böhm stehen die Betreiber der Münchner Schlachthof Betriebs GmbH seit Monaten unter Beschuss von Tierschützern und der Staatsanwaltschaft. 87.000 Bürger haben Daniela Böhms Petition an den Münchner Stadtrat mittlerweile unterschrieben, damit die mutmaßlichen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz im Schlachthof in der Zenettistraße überprüft werden. Dort sollen immer wieder Rinder nicht ordnungsgemäß betäubt, zudem nicht zugelassene Schlachtgeräte verwendet sowie gegen Lebensmittel- und Hygienevorschriften verstoßen worden sein. Gemeinsam mit dem Tierschutzverein München wurde die Petition im Juli 2016 an Münchens Bürgermeisterin Christine Strobl übergeben. In einem Antrag des Münchner Stadtrates an das Kreisverwaltungsreferat werden nun vor allem folgende tierschutzrelevante Schutzmaßnahmen gefordert: Eine vollständige Videoüberwachung soll die Betäubung und Tötung der Tiere lückenlos dokumentieren. Zur Intensivierung der Überwachung des Schlachtvorgangs wird pro Schlachthalle (Rinderhalle und Schweinehalle) je ein/e zusätzliche/r amtliche/r Tierärztin/Tierarzt eingesetzt. Unterstützt wird der Antrag von nahezu allen Stadtratsfraktionen. Wir hoffen auf eine zügige Umsetzung der neuen Vorschriften.


 

Charity Show für Tierheimtiere

 

Diverse bayerische Kabarettkünstler, Tänzer und Sänger mit großem Herz für Tiere sorgen am Freitag, dem 12. Mai 2017, ab 19.30 Uhr, auf der Kleinkunstbühne des Münchner Hofbräukellers in der Inneren Wiener Straße 19, in 81677 München, für Stimmung! Für die Tänzerin Giuliana Angelini mit der Performancegruppe „Charm“, die Jodlkünstlerin und Dozentin Franzi Riedinger, die Folk Rock Gruppe IRXN, den Sprachkünstler Ludwig Müller, den bayerischen Mundartsänger „Vogelmayer" und die indianisch-irische Musikgruppe "Rushing Wind", präsentiert von Schauspieler Wolfgang Fierek, sind die Auftritte Ehrensache zugunsten des Münchner Tierheims. Der Erlös von 20 Euro pro Karte kommt ungeschmälert den Tierheimschützlingen zugute. Kartenbestellungen werden gerne unter der Telefonnummer 089 921000-25 oder per E-Mail an petra.strauch@tierschutzverein-muenchen.de entgegengenommen.

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse an unserem Newsletter und freuen uns über Ihre Anmerkungen und Rückmeldungen. Antworten Sie dazu einfach per E-Mail auf diesen Newsletter.

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Herzlichst,

Ihr Tierschutzverein München e.V.
Riemer Straße 270
81829 München

Newsletter-Redaktion: Monika von Tettenborn
tettenborn@tierschutzverein-muenchen.de
Tel. 089 921 000-59

 
 
 
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