Newsletter des Tierschutzverein München e.V.
Tierschutz intern - Juli 2017
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Tierschutz intern - Juli 2017

 
 
 
Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

in unserem monatlichen Newsletter informieren wir über unsere tägliche Tierschutzarbeit, wichtige Tierschutzthemen sowie über Neuigkeiten aus dem Münchner Tierheim und von unserem Gnadenhof. Wir freuen uns über jeden neuen Abonnenten, Ihre Anregungen und Rückmeldungen!


 

Einladung: Sommerfest mit Jubiläumsfeier

 

Vor 175 Jahren hatte der weitgereiste Münchner Rechtsanwalt und Hofrat Dr. Ignaz Perner genug vom Leid der Tiere bei betäubungslosem Schlachten, quälerischen Vivisektionen oder dem Schinden von Arbeitstieren, vor allem Pferden, die bis zum Umfallen dienen mussten. Am 10. März 1842 gründete der Tierschützer mit Kontakten in der ganzen Welt, den „Münchner Verein gegen Thierquälerei“, der schnell zu einem der größten Tierschutzvereine in Europa wurde. Zu unserem 175-jährigen Jubiläum, das wir am Sonntag dem 16. Juli 2017, von 10 bis 17 Uhr, im Rahmen unseres Sommerfestes auf dem Gelände des Münchner Tierheims feiern werden, laden wir große und kleine Tierfreunde herzlich ein! Lassen Sie sich von unserem bunten Programm überraschen, wie beispielsweise verschiedenen Infoständen und Vorführungen sowie vegetarischen Snacks. Ein besonders ausgefallenes Klassikereignis ist der Auftritt der kanadischen Sopranistin Anna-Maria Kaufmann - bekannt aus "das Phantom der Oper", temperamentvoll wird es mit der orientalischen Bauchtänzerin Amira Luna (Karawanserei) und feenhaft mit anmutigen Stelzengeherinnen, die unseren Gästen den Weg zu weiteren Attraktionen weisen. Auf junge Tierfreunde wartet Kasperl Krawutzi-Kaputzi von der Münchner Kasperlbühne, die Bockerlbahn, die ganztägig übers Tierheimgelände rollt und Vieles andere mehr. Ganz besonders freuen wir uns über Münchens Bürgermeisterin Christine Strobl, die  um etwa 12 Uhr das Grußwort des Jubiläumsfestes übernimmt. Wir freuen uns auf viele Gäste!


 

Tierische Tipps für die Hundstage

 

Die sogenannten „Hundstage“ von Juli bis August sind nicht nur für Zweibeiner schweißtreibend, auch Tieren macht die Hitze zu schaffen. Hunde, die gerne baden, gehen an heißen Tagen am liebsten in Wassernähe spazieren, wo sie sich jederzeit abkühlen können. Geraten ist es, Gassigehrunden auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden zu verlegen oder im kühlen Wald zu wandern. Langhaarige Hunde sind zudem durch einen Sommerfellschnitt bzw. über ein Ausdünnen von allzu dichtem Fell erleichtert. Katzen ziehen sich gerne an kühle, verschwiegene Orte zum Dösen und Schlafen zurück und werden erst frühmorgens oder wenn es dunkel wird wieder aktiv. Gehege für Kleintiere und Zuchtvögel müssen vor Sonneneinstrahlung geschützt sein. Bitte bei allen Tierarten daran denken, übrig gebliebenes Futter schnell wegzuräumen, es könnte sonst verderben. Stets genügend Trinkwasser bereit stellen. Bei Hitze niemals einen Hund im Auto zurücklassen! Die Innentemperaturen steigen schon bei 20 Grad Außentemperatur in wenigen Minuten auf Backofenniveau an und das Auto kann zur Todesfalle werden. Bitte umgehend die Polizei alarmieren, wenn ein überhitzter Hund in einem Fahrzeug entdeckt wird und der Fahrer nicht ermittelbar ist. Dass man einen Hund bei Hitze nicht auf einem heißen Balkon anbindet, dürfte hoffentlich selbstverständlich für Tierfreunde sein. Ein derart unfassbarer Fall ereignete sich Ende Juni 2017 in der Münchner Winthirstraße. Eine Englische Bulldoge ist dort auf einem kleinen Balkon an der kurzen Leine nach mehreren Stunden entsetzlicher Qual an den Folgen von Überhitzung und Durst qualvoll verendet. Wir bitten alle Tierfreunde: Bitte achten Sie auf Tiere in Not! Melden Sie sich bei unseren Tierschutzinspektoren wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Tier leidet: 089 921000-21 oder -14.


 

Feuerwehr im Münchner Tierheim

 

Die 12-köpfige Crew rückte mit mehreren großen Tanklöschfahrzeugen, Rüst- und Kranwagen an, die teils im Hof, teils auf der Riemer Straße parkten. Die Feuerwehr im Münchner Tierheim! Allerdings kamen die Brandexperten nicht zu Besuch zu den Tierheimschützlingen. Vielmehr inspizierten die freiwilligen Feuerwehrleute unsere Räumlichkeiten sowie unser rund 42.000 m² großes Gelände im Hinblick auf Brandsicherheit. Die Feuerprofis waren beeindruckt von unserer großen professionellen Anlage und den zahlreichen Haus-, Wild- und sogenannten Nutztieren, die gerade „an Bord“ sind. Sie gaben wertvolle Verhaltens- und Vorsorgetipps damit Mensch und Tier bestmöglich geschützt sind. Wir sagen herzlich Danke für den Sondereinsatz in Sachen Sicherheit im Tierschutz!


 

Altes Katzenmädchen sucht Traumplatz

 

Was würde unsere rund 17 Jahre alte Zenzi wohl erzählen, wenn sie sprechen könnte? Ein langes Katzenleben und vermutlich viel Leid und Entbehrungen lagen hinter ihr, als sie im Januar 2017 ins Münchner Tierheim gebracht wurde. Struppig, verfilzt, abgemagert, die Zähne verfault, ließ sie den ersten Tierarztcheck apathisch über sich ergehen. Doch kaum zu Kräften gekommen, kehrte Zenzi ihre kratzbürstige Seite heraus, so als wolle sie sich am liebsten alle Zweibeiner vom Leib halten, die in ihre Nähe kamen. Bis heute hat unsere Katzenseniorin lieber ihre Ruhe und erlebt ihre Welt in sicherem Abstand. Zenzi hat sanierte Zähne, ist gesund, frisst gut und wäre rundum happy, wenn ihr auf ihre alten Tage ein Mensch über den Weg laufen würde, der ihr Katzenherz versteht und sie liebevoll umsorgt. Wer weiss, ob Zenzi dann nicht doch zutraulich werden würde. Eine Wohnung mit vernetztem Balkon wäre ein Traum für die betagte Katzendame. Bitte melden Sie sich bei uns unter der Telefonnummer 089 921000-42.


 

„Stop the Trucks“- Kampagne gegen Tiertransporte

 

Sechs europäische Mitgliedsländer (Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Schweden, Österreich und Belgien) haben die Forderung von Tierschützern unterstützt, die Qual der Schlachttiere auf Lebendtransporten zu verhindern. Dazu soll die europäische Tiertransportverordnung überarbeitet werden mit dem Ziel, artgerechte Transportzeiten und genauere Regeln zum Schutz des Wohlergehens der Tiere festzulegen. Bislang können diese Langzeittransporte mehrere Tage dauern. Die Tiere werden großem Stress, Dehydrierung, Verletzungen, Krankheiten und dem Tod ausgesetzt. Viele der transportierten Tiere sind durch die jahrelange Haltung geschwächt, mitgenommen und/oder tragen Knochenbrüche davon. Insbesondere junge Kälber leiden auf den langen Transportwegen. Sie werden nicht gesäugt und müssen stunden- bzw. tagelang in den überladenen Transportern ohne Futter und Ruhepausen stehen. Tiere, die über europäische Grenzen hinweg transportiert werden, erfahren besonderes Leid. Diese Tiertransporte fahren pausenlos Hunderte von Stunden. Während der Fahrt und am Ankunftsort sind die Tiere dann brutaler Behandlung ausgesetzt. Wie jetzt veröffentlich wurde, haben schon rund eine Million EU-Bürger die Petition unterzeichnet, die auch vom Deutschen Tierschutzbund und der europäischen Organisation „Eurogroup for Animals“ geteilt wird. Noch in diesem Jahr sollen die Unterschriften der Kampagne #StopTheTrucks an die EU-Kommission übergeben werden. Bitte helfen auch Sie!


 

Frettchen Pauline ist Überlebenskünstlerin

 

Ein ungewöhnlicher Gast gesellte sich Mitte Juni 2017 zu den Streunerkatzen am Futterplatz in Aschheim bei München: Ein längliches, felliges Tier, jung, niedlich und vor allem hungrig, teilte die Tafel. Dies schien den Katzen nicht fremd zu sein, sodass anzunehmen war, dass es öfters vorbei kam. Irmgard Baumgartner, Vorstandsmitglied des Münchner Tierschutzvereins, die den Aschheimer Futterplatz der Streunerkatzen besuchte, hielt den kleinen Kerl zunächst für einen Marder und nahm das Tier, das recht mitgenommen aussah, schließlich mit ins Münchner Tierheim. Wie sich herausstellte, war es ein zahmes Frettchen, das von Zecken übersäht und ziemlich abgemagert war. Eveline Kosenbach von der Vermisstenstelle des Münchner Tierheims suchte ihre zahlreichen Vermisstmeldungen durch und stellte fest: Das Frettchen hieß Pauline und war Mitte September 2016, also vor fast einem Jahr, als entlaufen gemeldet worden. „Pauline hat die neun Monate im Freien nur überstehen können weil sie mir den Katzen mitgefressen hat“, sagte Eveline Kosenbach zum erleichterten Eigentümer des Frettchens, der das Tier wochenlang gesucht, aber nicht mehr gefunden hatte. Unter der Telefonnummer 089 921000-22 beraten wir Sie gerne, wenn Ihr Tier verloren gegangen ist.


 

Münchner Przewalskipferd Nala erobert die Mongolei

 

Die im Tierpark Hellabrunn geborene Przewalskipferd-Stute Naya wurde Mitte Juni 2017 gemeinsam mit drei weiteren in Zoos nachgezüchteten Wildpferden mit einem tschechischen Militärflugzeug zur Auswilderung in die Mongolei geflogen. Die für diese revolutionäre Artenschutzmaßnahme ausgewählten Pferde waren außer Naya, die achtjährige Stute Romy, aus dem Zoo Leipzig sowie zwei weitere Wildpferde aus Dänemark und Tschechien. Im Rahmen des Auswilderungsprojektes „Return of the Wild Horses“ lebten Naya und ihre Artgenossen zunächst zur Eingewöhnung in einem Wildgehege vor Ort, bevor sie schließlich ausgewildert wurden, um die Population der mongolischen Przewalskipferde zu vergrößern. Die Gesamtzahl der Przewalskipferde im mongolischen Gobi-Schutzgebiet steigt damit auf 170. Bis zum Beginn des Wiederansiedlungsprojekts vor 25 Jahren galten die Tiere als in freier Wildbahn ausgestorben. Dank des Engagements europäischer Zoos im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) liegt der Bestand der bedrohten Urwildpferde aktuell bei etwa 700 Pferden in 73 Haltungen in Europa. Im Tierpark Hellabrunn leben derzeit noch sechs Przewalskipferde.

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Herzlichst,

Ihr Tierschutzverein München e.V.
Riemer Straße 270
81829 München

Newsletter-Redaktion: Monika von Tettenborn
tettenborn@tierschutzverein-muenchen.de
Tel. 089 921 000-59

 
 
 
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