Tipps vom Tierarzt für Tierfreunde in München

Hundemalaria

Deutscher Tierschutzbund rät: rechtzeitig vorbeugen!

Bei milder werdenden Temperaturen lauern vielerorts Zecken, die spazieren gehende Hunde befallen. Dabei können gefährliche Krankheiten übertragen werden. Wir raten Hundehaltern daher, frühzeitig vorbeugende Maßnahmen besonders gegen "Hundemalaria" (Babesiose) zu treffen und so die Vierbeiner vor der manchmal tödlich verlaufenden Krankheit zu schützen.

Die Krankheit wird durch eine in Mitteleuropa verbreitete Zeckenart, der Auwaldzecke, übertragen und ist in ihrem Krankheitsbild der menschlichen Malaria ähnlich. Experten gehen davon aus, dass sich gefährliche Zeckenarten durch das milder werdende Klima und damit die Babesiose verstärkt verbreiten.

Unerkannt oder zu spät behandelt, kann die Krankheit für den Hund schon wenige Tage nach der Infektion tödlich enden. Wir empfehlen eine prophylaktische Behandlung mit so genannten Spot-On-Medikamenten. Diese Mittel sind zweifach wirksam. In erster Linie baut das auf die Haut aufgetragene Mittel eine Art Schutzschild auf, das den Hund vor Zeckenbefall bewahrt. Sollte dennoch eine Zecke auf die Haut gelangen, so wird sie von den Wirkstoffen abgetötet. Von Frühjahr bis Herbst sind Hunde der permanenten Gefahr durch Zeckenbisse ausgesetzt. Diese Behandlung sollte alle vier Wochen durchgeführt werden.

Haben die Zecken mit dem gefährlichen Krankheitserreger den ungeschützten Hund erst einmal befallen, ist es in den meisten Fällen bereits zu spät. Eine Infektion kann schon beim ersten Kontakt hervorgerufen werden. Die Symptome: Der Hund wird schlapp und frisst nicht mehr. Bleibt eine Behandlung durch den Tierarzt in den ersten Tagen aus, gibt es für das Tier kaum noch Überlebenschancen.

Obwohl der menschlichen Malaria sehr ähnlich, ist die Hundemalaria nicht auf den Menschen übertragbar. Andere durch Zecken übertragene Krankheitserreger bergen aber auch für den Menschen Gefahren, wie die gefährliche FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und die Borreliose.