Tipps vom Tierarzt für Tierfreunde in München

Fuchsbandwurm

Auch für den Menschen eine Gefahr

Der kleine Fuchsbandwurm ist der gefährlichste Bandwurm für den Menschen. Seine Larven verursachen tumoröse Veränderungen in der Leber und in anderen Organen, die meist tödlich sind, wenn sie unerkannt und unbehandelt bleiben.

Infizierte Füchse scheiden mit dem Kot Bandwurmglieder aus, die Eier enthalten. Die winzig kleinen Bandwurmeier sind leicht wie Staub. Sie können z.B. durch Wind, Regen aber auch durch Insekten verbreitet werden. Menschen und Zwischenwirte können sich durch ungewaschene Waldfrüchte mit Bandwurmeiern infizieren. Aber auch unsere Haustiere, wie Hunde und Katzen scheiden Bandwurmeier aus. Der Mensch kann sich durch Bandwurmeier anstecken, die z. B. im Fell der Haustiere hängen geblieben sind.

Die Infektion verursacht ein tumorartiges Wachstum von Zysten hauptsächlich in der Leber. Mäuse und Bisamratten fressen mit Bandwurmeiern verseuchte Nahrung und werden so zu Zwischenwirten. In den Zwischenwirten entwickeln sich die Bandwurmeier zu Larven (Finnen). Füchse, aber auch Hunde und Katzen (Endwirte) stecken sich an, wenn sie mit Finnen infizierte Zwischenwirte fressen. Im Darm der Endwirte wachsen die Larven zu erwachsenen Bandwürmern heran und produzieren große Mengen von Bandwurmeiern.

Und so kann der Mensch den Zyklus unterbrechen: 

  • regelmäßige Entwurmung von Hund und/oder Katze
  • keine ungewaschenen Waldfrüchte essen.
  • Entwurmungsprogramme für Füchse (Köderauslage)

Regelmäßige Entwurmung ist nicht nur entscheidend für die Gesundheit Ihres Tieres, sondern auch für Ihre eigene Gesundheit und die Ihrer Familie!