Tipps vom Tierarzt für Tierfreunde in München

Brustkrebs

Gesäugetumoren sind gefürchtet - bei Mensch und Tier gleichermaßen.

In der Humanmedizin ist die Vorsorge heute gut, die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig und viel versprechend. In der Veterinärmedizin sind wir mit der Vorsorge  in dieser Form (regelmäßige Mammographien und Ultraschalluntersuchungen) noch nicht so weit und dies ist wohl auch nicht möglich. So sind bösartige Tumoren im Gesäuge mit ihren entsprechenden Metastasen in den zugehörigen Lymphknoten und in der Lunge ein häufiges Krankheitsbild bei älteren, meist nicht oder erst spät kastrierten Hündinnen und Kätzinnen. Die Kastration als präventive Maßnahme muss hier erwähnt werden. Die frühe Entfernung der Eierstöcke, und früh heißt hier Operation vor Vollendung des ersten Lebensjahres, bedeutet eine statistisch gesicherte Absenkung des Brustkrebsrisikos. Aus diesem Grunde sehen wir den Gesäugekrebs bei der Katze seltener als beim Hund. Die meisten weiblichen Katzen werden früh kastriert, häufig vor der ersten Rolligkeit.

Was können Sie als Besitzer tun, um einen entstehenden Tumor im frühen Stadium zu erkennen?
Das regelmäßige Durchtasten des gesamten Gesäugebereiches ist hier das Wichtigste (kleine Veränderungen fallen Ihnen sonst nicht auf). Nicht jeden Tag), aber einmal im Monat sollten Sie sich diese Zeit nehmen. Auch kleinste Knoten sind schon ein Grund, Ihren Haustierarzt aufzusuchen. Sicher sind viele dieser kleinen Tumoren gutartig. Kleine gutartige Tumoren können sich jedoch mit der Zeit zu bösartigen entwickeln.

Was zu tun ist, welche Therapie eingeschlagen werden kann, muss der Tierarzt entscheiden.
Leider werden uns Tierärzten viele Gesäugetumoren vorgestellt, wenn sie bereits mandarinen- bis apfelsinengroß geworden sind. Manche nässen dann schon, das heißt sie sind geschwürig geworden. Solche Geschwülste sind oft bösartig und haben längst ihre Tochterzellen in Lymphknoten bzw. in der Lunge abgesiedelt. Außerdem ist die Operation eines großen Tumors oder der gesamten Gesäugeleiste ein Eingriff, der für das Tier eine große Belastung darstellt, ganz abgesehen von den Kosten, die dann auch erheblich höher sind.

Selbst können unsere Tiere nicht zum Tierarzt gehen. Es liegt an Ihnen, Sorge bzw. Vorsorge für Ihre Schützlinge zu tragen.