Tierischer Ratgeber: Frühling

Achtung beim Heckenschneiden

Endlich Frühling! Unsere Wildtiere spüren den Umschwung viel schneller als wir Menschen und bereiten sich schon frühzeitig auf die Paarung und den Bau von Nestern vor. Aus dem Artikel 13e des Naturschutzgesetzes ist Folgendes zu beherzigen:

Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände weder abgeschnitten noch zerstört werden. Dadurch sollen Vogelarten geschützt werden, die in Hecken und Gebüschen nisten. Auch für das Überleben vieler anderer Tierarten haben Hecken und Büsche eine bedeutende Funktion.

Lediglich bei Formhecken, wie z.B. der grundstücksbegrenzenden Ligusterhecke, ist ein Pflegeschnitt zulässig. Deshalb bitten wir Sie im Namen der Wildtiere, während der genannten Zeiten keine Hecken zu schneiden und die Natur nicht zu stören.

Füchse in der Stadt

Rund 2.000 Füchse leben, laut Angaben des Kreisverwaltungsreferats München, im Stadtgebiet. Auch in anderen Großstädten hat sich der heimische Rotfuchs an die Fersen des Menschen geheftet und die Stadt als Lebensraum entdeckt.

Kein Wunder: Die zur Familie der Hunde gehörenden Füchse finden in städtischen Siedlungen jede Menge gute Plätze für Fuchsbauten, z.B. unter Garagen, in Gärten oder Parks und das Futterangebot ist groß. Längst haben Füchse ihren Speiseplan von Mäusen oder Mardern auf Reste menschlicher Nahrung umgestellt und sind in Stadtgebieten nicht von natürlichen Feinden bedroht.

Dennoch sind Füchse Wildtiere uns sollten als solche behandelt werden. Man sollte sie nicht füttern und Fuchswelpen, die zwischen März und Mai geboren werden, nicht berühren oder wegnehmen. Meist sind die Elterntiere nur kurz auf Futtersuche und kommen zurück.

Falls Sie Fuchswelpen auf Ihrem Grundstück haben oder kranke/verwaiste Jungtiere im Stadtgebiet beobachtet haben, wenden Sie sich bitte an unsere Tierschutzinspektion, Telefon: 089 921 000-33 oder -37 oder per E-Mail an:  inspektoren@remove-this.tierschutzverein-muenchen.de