Newsletter des Tierschutzverein München e.V.
Tierschutz intern - April 2021
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Tierschutz intern - April 2021

 
 
 
Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,

in unserem monatlichen Newsletter informieren wir über unsere tägliche Tierschutzarbeit, wichtige Tierschutzthemen sowie über Neuigkeiten aus dem Münchner Tierheim und von unserem Gnadenhof. Wir freuen uns über jeden neuen Abonnenten, Ihre Anregungen und Rückmeldungen!


 

Termine für Tierfreunde

 

Das Münchner Tierheim bleibt wegen der Pandemie weiterhin für Besucher geschlossen. Tierfreunde können jedoch telefonisch Kontakt mit unseren Tierpflegern aufnehmen, die von 13 bis 16 Uhr (außer an Feiertagen) erreichbar sind und Termine vergeben und gerne Auskünfte über unsere zahlreichen Tierheimgäste bieten. Rund 1.200 Schützlinge sind derzeit "an Bord", darunter rund 130 Hunde, über 90 Katzen, mehr als 600 Kleintiere, über 200 Vögel und zwei Ziegen. Für alle Vermittlungstiere suchen wir gute Plätze auf Lebenszeit bei verantwortungsvollen Menschen. Die folgenden Termine stehen angesichts von Corona noch in den Sternen: Die "Viecherl-Messe" am 04. Juli 2021 in St. Maximilian, der katholischen Pfarrkirche im Glockenbach, abgehalten von Stadtpfarrer Rainer Maria Schießler; am 25. Juli 2021 das Sommerfest im Münchner Tierheim sowie am 09. Oktober 2021 der Listenhundetag im Tierheim zugunsten aller Zamperl, für die behördliche Haltungsvorschriften und -verbote gelten. Auch die Mitgliederversammlung des Tierschutzverein München e.V. mit Neuwahlen aller Vereinsgremien steht an und ist vorläufig für den 23.10.2021 geplant. Weitere aktuelle Informationen finden Interessierte in der online einzusehenden Mitgliederzeitschrift des Münchner Tierschutzvereins sowie im Newsletter und natürlich in unseren sozialen Medien. Bei Fragen, in Notfällen und falls Sie ein Tier gefunden haben, melden Sie sich telefonisch bitte hier: Kleintiere: 089 921000-53; Hunde: 089 921000-26; Katzen: 089 921000-820; Wildtiere: 089 921000-76. Der Bereitschaftsdienst des Münchner Tierheims ist täglich von 17.00 bis 20.00 Uhr unter folgender Mobilfunknummer erreichbar: 0179 9815974.


 

Bitte Katzen mit Freigang kastrieren und registrieren

 

Im Frühjahr herrscht Babyboom bei Straßenkatzen, die ihre Babys mangels eines geborgenen Zuhauses in Hinterhöfen, Gebüschen, Garagen und allen möglichen, meist ungeeigneten Verstecken zur Welt bringen. Weil sich die Tiere, besonders wenn sie krank werden, nicht selbst helfen können, betreibt der Münchner Tierschutzverein rund 100 Futterstellen für verwilderte Hauskatzen im Stadtgebiet München, die von ehrenamtlichen Helfern betreut werden. Sichtbar kranke Tiere werden eingefangen und auf Vereinskosten tierärztlich behandelt, kastriert und registriert. Meist lassen sich verwilderte ältere Katzen nicht mehr an ein Zuhause vermitteln und werden - im Gegensatz zu Jungtieren wieder ausgewildert. Damit die Population der Straßenkatzen nicht weiterwächst, bitten wir alle Katzenhalter mit frei laufenden Wohnungskatzen: Bitte helfen Sie, das Elend der Straßenkatzen einzudämmen, indem Sie Ihre eigene Samtpfote kastrieren und kennzeichnen lassen - und nicht vergessen - bei einem Haustierregister (wie zum Beispiel bei  Findefix oder Tasso e.V.) kostenlos registrieren lassen.


 

Zecken sind auf dem Vormarsch

 

Der kurze Wintereinbruch Anfang April darf uns nicht täuschen: Zecken, die winzigen blutsaugenden Spinnentiere, stehen in den Startlöchern und lauern geeigneten Wirten in ländlichen Gebieten, aber auch in Parks oder auch in Sportanlagen auf. Dabei können sie Virusinfektionen wie zum Beispiel Borreliose, aber auch FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen. Sowohl Menschen als auch Tiere können daran erkranken, wenngleich die Virusinfektion, bei der sich das Gehirn und die Hirnhäute entzünden, bei Vierbeinern selten vorkommt. Derzeit gibt es noch keinen Hinweis dazu, ob Zecken auch das SARS-CoV-2-Virus übertragen können. Untersuchungen des Paul-Ehrlich-Instituts sowie des Robert Koch-Instituts (RKI) ergab, dass eine Ansteckung über das Blut nicht erfolgen kann. Übrigens können Mücken laut RKI das Coronavirus ebenfalls nicht übertragen. "Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen", so das Institut. Vorbeugend ist es ratsam, Haustiere nach jedem Aufenthalt im Freien sorgfältig auf Zeckenbefall abzusuchen. Direkt nach einem Biss können verschiedene medizinische Produkte auf die Bissstelle gegeben werden. Manche Präparate werden vorbeugend in das Fell des Hundes eingebracht. Bitte lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten.


 

Gesunde Wildtiere in Ruhe lassen

 

Die Paarungszeit für viele Arten kleinerer heimischer Wildtiere beginnt. Wie jedes Jahr ist das Münchner Tierheim auf die verstärkte Abgabe von Tieren vorbereitet: Jungvögel, Eichhörnchenbabys, Entenküken oder junge Wildkaninchen und Feldhasenbabys werden dutzendfach eingeliefert. Doch viele Wildtierjunge, die vermeintlich hilfsbedürftig wirken, sollte man besser in Ruhe lassen. Dazu gehört Hunde bei Spaziergängen in Wald und Flur an die Leine zu nahmen! Viele Wildvogelküken sind Nestflüchter und hüpfen schon am Boden, bevor sie fliegen können. Sie werden jedoch von den Elterntieren weiter gefüttert. Bitte die Situation erst einmal beobachten und nur eingreifen, wenn ein Jungtier tatsächlich lebensbedrohlich gefährdet ist. Dasselbe gilt für junge Wildkaninchen oder Feldhasen, die manchmal auf Spaziergängen in Grasmulden entdeckt werden. Dort legen die Weibchen ihre Jungen ab und kommen in regelmäßigen Abständen, um ihren Nachwuchs zu säugen. Ein unversehrtes Jungtier aufzunehmen, weil es scheinbar verwaist ist, gilt streng genommen als Wilderei, das heißt, man macht sich strafbar! Noch schlimmer aber ist: Einem gesunden Jungtier wird durch das Eingreifen mehr geschadet als geholfen. Ausnahmen gelten selbstverständlich für Jungtiere, die durch Umweltbedingungen oder natürliche Feinde bedroht oder deren Elterntiere tot sind. Tatsächlich kranke, unterernährte oder verletzte Jungtiere müssen umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden. Weitere Tipps finden Sie auf unserer Homepage. Unsere Wildtierpfleger und Tierschutzinspektoren beraten Sie gerne persönlich unter Telefon 089 921000-76 oder 089 921000-14.


 

Sonnenschein Saskia sucht Lieblingsmenschen

 

Katzenmädchen Saskia lebt seit letztem Sommer 2020 im Münchner Tierheim und ist jetzt topfit für ein neues Zuhause. Sie sprüht vor Lebensfreude, Übermut und ist ein Sonnenschein für jede tierfreundliche Familie. Als die fünfjährige Saskia als Fundtier zu uns kam, hatte sie schwere Verletzungen am Schienbein und einen Schwanzabriss. Bedingt durch diese spezielle Fraktur gelingt es Saskia nicht immer, ihre „Geschäftchen“ in der Katzentoilette zu platzieren. Aber welcher Katzenfan würde nicht über das eine oder andere kleine Malheur hinwegsehen? Für unsere schöne schwarz-weiße Samtpfote suchen wir liebe Tierfreunde, die ihr idealerweise eine großzügige Wohnung mit vernetztem Balkon und einer abwechslungsreichen und katzengerechten Einrichtung bieten können. Gemeinsames Toben, Versteckspielen, Kuschelrunden und stets ein feines Fresschen im Napf inbegriffen! Bei Interesse und einem großen Herz für unsere Saskia melden Sie sich bitte vorab unter der Telefonnummer 089 921000-36 in unserem Katzenhaus. Wir freuen uns auf Ihren Anruf für unser Herzblatt.


 

Friedrich Mülln: Hölle Schlachthof

 

Friedrich Mülln, der Gründer des Augsburger Verein "Soko Tierschutz", berichtet in seinem ersten Buch „Soko Tierschutz“ (Droemer HC; 1. Edition 1. März 2021) über schockierende Missstände, die er bei seinen Undercover-Recherchen während der letzten 20 Jahre in Ställen und Schlachtbetrieben aufspürte. Das Blut gefriert beim Lesen der unfassbar grausamen Vorgänge, man kann die Schreie der bis aufs Blut gefolterten Kühe, Schweine, Hühner - trotzdem keine Fotos enthalten sind - zwischen den Zeilen hören! Was die Fleischindustrie unschuldigen Tieren antut, ist so unerträglich brutal, dass bei den meisten Fleisch essenden Menschen Verdrängungsmechanismen einsetzen - trotz der geschilderten extremen Tierquälereien und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. In Friedrich Müllns Buch geht es um diese Skandale und darum, wie wenig nachhaltig die Veränderungen meist sind, die die Aktivisten damit anstoßen wollen. Es geht um die Untätigkeit von Behörden und Ämtern, aber auch um die negativen Folgen, die Massentierhaltung auch für Menschen hat, sei es für die Fleisch-Konsumenten oder für die Arbeiter Schlachtbetrieben. „Ein unglaubliches informatives und aufklärendes Buch über die Tierausbeutung und -misshandlung. Das Buch ist jedem zu empfehlen und ich denke, dass das Buch sogar zur Pflichtlektüre in der Schule sein sollte,“ so ein Leser im Rahmen einer Rezension. „Die meisten Menschen können sich leider nicht vorstellen, dass für viele Tiere dieser Planet die Hölle auf Erden bedeutet. Würde mir wünschen, dass das Buch weiterhin zu einem Wandel im Konsumverhalten beiträgt. Denn letztlich sind es wir, dadurch etwas verändern können.“


 

Nester in schwindelnden Höhen

 

Die Natur startet zu einer neuen Jahresrunde und in unserer Wildtierstation herrscht Hochsaison. Igel, Eichhörnchen oder Marder, aber auch Wildvögel, die bei uns überwintert haben, werden wieder an die Freiheit gewöhnt. Jetzt läuten Hochzeitsglocken für die Tiere, Nester werden gebaut, Bruthöhlen gezimmert und Babys in die Welt gesetzt. Oft platzieren Stockenten oder Eichhörnchen ihre Nester direkt an Wohngebäuden. Damit die Jungtiere nicht auf hartem Beton landen, wenn sie ihre ersten Schritte ins Leben wagen, sollte man verhindern, dass die Nester überhaupt in schwindelnder Höhe gebaut werden oder diese rechtzeitig umsiedeln. Die auf dem Foto abgebildete Stockenten-Mama war so klug, ihre kleine Entenschar in einem versteckten Bereich am begrünten Teich im Münchner Tierheim zur Welt zu bringen - mit täglichem Schwimmunterricht. Falls Sie Rat und Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an unsere Wildtierstation unter der Telefonummer: 089-921000-76 oder an unsere Tierschutzinspektion unter: 089 921000-14.

 
 
 
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