Zu Sankt Martin

"Sankt Martin ist ein guter Mann... " heißt es in einem beliebten Kinderlied. Gut, dass er nicht weiß, wie viele Tiere ihm zu Ehren am 11.11. geschlachtet werden - nach einem trostlosen und qualvollen Leben.

Ein Großteil der Gänse stammt aus Haltungen in Polen, Ungarn oder Tschechien. Die Tiere leben dort größtenteils dicht gedrängt in engen und dunklen Ställen, haben weder Auslauf ins Freie, noch Zugang zu einer Wasserstelle. Baden, Gründeln oder die wichtige Gefiederpflege sind nicht möglich.

Die meisten der aus der Intensivhaltung stammenden Tiere sind völlig überzüchtet, damit sie in kürzester Zeit möglichst viel Fleisch ansetzen. Die Gänse sind eigentlich zu schwer für ihre Knochen. Knochendeformationen und Schmerzen können die Folge sein. Auch der Einsatz von Antibiotika ist gang und gäbe.

Der Deutsche Tierschutzbund und auch wir vom Tierschutzverein München möchten daher dazu anregen, eine vegetarische oder vegane Alternative für das Feiertagsmahl zu wählen.

Wer trotzdem einen Gänsebraten kauft, sollte aber zumindest Produkte aus "artgerechter" Haltung mit Freilauf kaufen. Dabei sollte man auf die gesetzlich geschützten Kennzeichnungen „Auslaufhaltung", „bäuerliche Auslaufhaltung", „bäuerliche Freilandhaltung", „Bio-" ‚ oder „Ökogans" achten. Aber auch das ist leider keine Garantie für Tierwohl.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Auch für Daunen müssen Gänse meist schlimme Qualen erleiden. Grundsätzlich ist jede Art des leider nachwievor erlaubten und praktizierten Lebendrupfes mit starken Belastungen und oftmals schmerzhaften Verletzungen verbunden. Die Tiere werden gefangen, festgehalten und umgedreht, eine für Vögel ungewohnte und im Allgemeinen lebensbedrohliche Position. Beim Rupfen werden auch die innervierten Federn mit ausgerissen und damit schmerzende Wunden verursacht.

Wir bitten alle Tierfreunde daher, auf den Kauf von Produkten mit Daunen möglichst komplett zu verzichten (es gibt genug Alternativen).

Wer trotzdem unbedingt Daunenartikel kaufen möchte, findet einige nützliche Infos zu Zertifikaten, die einen schonendERen Umgang mit den Tieren versprechen, hier auf der Homepage unseres Dachverbands.