Wildtier des Monats März

Der Bergmolch

Singend kündigt sich der Frühling an und mit den ersten warmen Nächten erwachen auch die Amphibien aus ihrer Winterstarre. Hüpfend, kriechend oder tapsend begeben sie sich auf die oft lange Reise zu ihren Laichgewässern. Meist müssen sie dazu Straßen überqueren und erleiden hohe Verluste. Vor allem nachts sollte deshalb in den nächsten Wochen vorsichtig gefahren werden.

Ein besonders buntes und exotisch wirkendes Mitglied der Wanderschaft ist der Bergmolch. Jetzt zur Laichzeit präsentiert er sich in prächtigen Farben, in der Hoffnung damit eine oder gleich mehrere Damen beeindrucken zu können. Bis Mai bleiben die besonders geschützten Tiere in dieser prächtigen Wassertracht, bevor sie zu ihrer besser getarnten Landtracht wechseln und den Rest des Jahres meist am Ufer verbringen. Der rote bis orange Bauch bleibt beiden Geschlechtern allerdings über das ganze Jahr erhalten.

Bis zu 250 Eier kann das Weibchen legen und jedes davon wird von ihr einzeln liebevoll in ein Blatt gewickelt. Die niedlichen Larven mit ihren großen Augen und den witzigen Außenkiemen bleiben noch etwa vier bis fünf Monate im Wasser, bevor sie sich optisch in einen richtigen Molch verwandeln. Dabei haben die Bergmolche eine besondere Fähigkeit entwickelt. Sie sind dazu in der Lage, diese sogenannte Metamorphose hinauszuzögern. Prinzipiell ist es für die Kleinen nämlich sicherer im Gewässer zu überwintern. Sind die Gewässer sehr tief und groß, bleiben die Molchlarven den Winter über unter Wasser und werden erst im Frühjahr erwachsen. Sie stellen auch dann erst von Kiemenatmung zu Lungenatmung um. 

Die Bestände des Bergmolches sind durch das zunehmende Zuschütten, Vermüllen, Überdüngen oder Vergiften von Kleinstgewässern gefährdet. Wer dieses wunderschöne Amphib schützen möchte, kann in seinem Garten einen kleinen, unbedingt fischfreien Teich (sie fressen Larven und Eier) mit flachen Uferbereichen anlegen. Die Uferregion sollte naturnah und reich strukturiert gestaltet sein, zB. mit Steinverstecken, Stellen mit dichterem Unterholz und natürlichen Uferpflanzen. So fühlt sich unser Wildtier des Monats März 2018 wohl und willkommen.