TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Wildtier des Monats Juli 2020: Das Glühwürmchen

Die Nächte im Juli bieten uns etwas Besonderes. Etwa ab halb 10 Uhr abends kann man an Waldrändern, Wiesen, Gärten und Parks mit Glück ein zauberhaftes Naturschauspiel beobachten. Grünliche Lichtfunken tanzen durch die Nacht. Früher hielt man sie für „Irrwichter“, ruhelose Seelen Verstorbener, die Wanderer in die Irre führen. 

Im Volksmund werden diese Tiere als Glühwürmchen betitelt. Der korrekte Name ist allerdings Leuchtkäfer. Denn obwohl die Larven und Weibchen eher einem Wurm ähneln, handelt es sich um eine Käferart. Den geflügelten Männchen ist das schon deutlich besser anzusehen. Auch glühen sie nicht, sondern erzeugen kaltes Licht. Geschaffen wird dies durch chemische Reaktion von Luciferin mit Luciferase. Im Leuchten sind Glühwürmchen effizienter als jede Glühbirne. Etwa 95% der Energie wandeln sie in Licht um. Eine herkömmliche Glühbirne kommt auf gerademal 5%, die beste LED-Lampe auf 50%.

Weltweit gibt es 2000 verschiedene Leuchtkäferarten, bei denen jede Art auf ihre ganz eigene Weise leuchtet, blinkt und flackert. Manche legen andere Arten rein, um sie mit deren Blinkabfolge anzulocken und dann zu fressen. In Deutschland gibt es nur drei Leuchtkäferarten. Kurzflügel-Leuchtkäfer, bei dem beide Geschlechter flugunfähig sind und nur schwach leuchten, den großen Leuchtkäfer, bei dem nur die flugunfähigen Weibchen am Boden sitzend leuchten und den kleinen Leuchtkäfer, bei dem sowohl die fliegenden Männchen leuchten als auch die sitzenden Weibchen. Deshalb ist mit dem Begriff „Glühwürmchen“ in Deutschland meist der kleine Leuchtkäfer gemeint.

Auch die Eier und die Larven leuchten übrigens schwach, vermutlich um Feinde zu warnen: „Ich schmecke nicht“. Erwachsene große und kleine Leuchtkäfer leben im Schnitt nur 3 Wochen. In der Zeit fressen sie nicht, denn ihr einziges Ziel ist, sich zu paaren. Nach der Paarung stirbt das Männchen, das Weibchen nach der Eiablage. Als Larven hingegen verbringen sie 3 Jahre, bevor sie sich zu erwachsenen Tieren entwickeln und als ihren letzten Lebensakt ihr leuchtendes Liebesritual vollführen.

Wer große und kleine Leuchtkäfer im Garten hat, kann sich nicht nur am Lichtertanz erfreuen, er hat auch ein natürliches Bekämpfungsmittel gegen Schnecken. Denn sie sind die Leibspeise der Larven, inklusive Nacktschnecken. Sie folgen der Schleimspur und lähmen diese dann mit Giftbissen. In den drei Jahren kommt eine Larve auf etwa 70 gefressene Schnecken.

Fressfeinde haben Leuchtkäfer kaum, denn niemand hat sich auf leuchtende Beute spezialisiert. Zudem besteht ihr Körper aus starken Bitterstoffen, was Vögel und Kröten abschreckt. Um Ameisen abzuwehren, verkleben sie diese mit Reflexbluten und für alle anderen sondern sie bei Berührung einen ekeligen Gestank ab.

Wie alle Insekten sind auch Glühwürmchen durch die intensive Landwirtschaft und Pestizide bedroht. Aber auch die Lichtverschmutzung in den Städten macht ihnen zu schaffen. Wer Glühwürmchen im Garten haben möchte, der sollte Holzhaufen zur Verfügung stellen und Laub sowie Grasschnitt liegen lassen. Glühwürmchen brauchen für heiße Sommertage feuchte, schattige Plätze. Auch hohes Gras und Brennnessel sind sehr beliebt. Was Glühwürmchen neben Pestiziden gar nicht mögen sind künstliche Lichtquellen. Dadurch irritiert finden sie ihre Partner nicht mehr.