TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Wildtier des Monats: Die Ringelnatter

Normalerweise gehen diese wunderschönen Tiere im Oktober bereits in ihre Winterquartiere. Aber in diesem Jahr konnte man sie aufgrund des ungewöhnlich warmen Wetters noch bis Ende des Monats in der Sonne dösen sehen. Sechs Schlangenarten gibt es in Deutschland. Die Ringelnatter ist wohl die bekannteste und am weitesten verbreitete Art. 80 bis 150 cm kann diese sympathische Schlange lang werden. Durch ihre gelben, halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf lässt sie sich gut von den anderen Schlangenarten unterscheiden. Man vermutet, dass sie entweder diesen Flecken ihren Namen verdankt oder ihrer hervorragenden Fähigkeit, sich sehr stark einzuringeln.  

Diese Schlange ist nicht nur für Menschen völlig ungefährlich, sie ist auch ihren Artgenossen gegenüber friedfertig. Im April und Mai gehen die erwachsenen Ringelnattern auf Partnersuche. Umwerben dabei mehrere Männchen ein Weibchen, werden die Rivalen nicht angegriffen, sie werden einfach ignoriert. Die anschließende Eiablage der Weibchen erfolgt oft gemeinsam an geeigneten Standorten. Eigenwärme erzeugende Plätze wie Komposthäufen sind besonders beliebt. Auch den Winterschlaf verbringen die geselligen, friedlichen Tiere nicht selten zusammen. Im Oktober sammeln sie sich häufig in sogenannten Massenquartieren. 

Obwohl Ringelnattern nicht giftig sind und in der Regel immer versuchen werden zu fliehen, sollte man sie nicht fangen oder in die Enge treiben. Festgehaltene Ringelnattern versuchen sich durch heftiges herumwinden zu befreien und versprühen dabei Kot zusammen mit einem extrem stinkenden Sekret. Reicht dies nicht aus oder die Situation lässt es nicht anders zu, halten es die Ringelnattern wie Opossums: Sie stellen sich tot. Dabei beweisen sie eine beeindruckende Schauspielkunst. Theatralisch werfen sie sich auf den Rücken, erschlaffen völlig, lassen bei geöffnetem Maul die Zunge seitlich heraushängen und den besonderen Talenten unter ihnen läuft sogar etwas Blut aus dem Maul.

Im Volksmund gelten Ringelnattern als Glücksbringer. Sie sollen kleine Kinder und das Vieh beschützen. Ihre gelben Mondflecken wurden auch als Schlangenkrone gedeutet, die lebenslanges Glück bringen und die Besitztümer mehren soll. In vielen Sagen und Mythen kann die Schlangenkrone von der Schlange selbst verschenkt werden.

Wer Ringelnattern beobachten oder in den eigenen Garten locken möchte, der sollte sich um Feuchtgebiete mit abwechslungsreich strukturierten Biotopen kümmern. Denn Ringelnattern benötigen neben Amphibien, die ihre Hauptnahrung darstellen, auch geschützte sonnige Plätze, ein trockenes Winterquartier und geeignete Orte für ihre Eier. Ein strukturreicher Garten mit einem Teich, Steinplätzen, einem offenen Kompost und Hecken neben viel Unterschlupf und Gestrüpp wäre perfekt.