Wildtier des Monats April

Rotbraunes, flauschiges Fell, eine meist weiße Unterseite, ein buschiger Schwanz, große Stehohren und verführerisch goldene Augen zeichnen den mitteleuropäischen Fuchs aus. Dieses hübsche und als Rotfuchs betitelte Tier gehört zur Familie der Hunde und ist nur eines von 15 echten Fuchsarten. Dieser schlaue Fuchs ist so anpassungsfähig, dass er von allen Landraubtieren das größte Verbreitungsgebiet hat. Fast flächendeckend kommt der Rotfuchs auf der gesamten Nordhalbkugel vor.

Im Gegensatz zu früheren Annahmen, sind Füchse keine Einzelgänger. Stattdessen sind sie sehr soziale Tiere, die meist in Gruppen zusammenleben, sich gegenseitig putzen, spielen und kuscheln. Sie helfen sich sogar gegenseitig bei der Aufzucht der im März/April geborenen bis zu sechs Jungtieren pro Wurf.

Ähnlich wie bei Wölfen hat jede Fuchsgruppe einen Leitrüden und eine Leitfähe. Auf Nahrungssuche gehen die Tiere aber meist alleine und können so ein größeres Gebiet absuchen. Sie treffen sich dann ein bis zweimal am Tag wieder. Stadtfüchse sind allerdings sozialer als ihre ländlichen Artgenossen, sie begegnen sich öfter am Tag und tauschen kurze Freundschaftsbeweise aus. Stadtfüchse sind auch weniger scheu als ihre Vettern auf dem Land und haben weniger Parasiten.

Wer einem ungewöhnlich zahmen Fuchs begegnet braucht sich übrigens keine Sorgen wegen einer möglichen Tollwuterkrankung zu machen. Tollwut ist dank einer großen Impfköderkampagne seit 2008 in Deutschland ausgerottet. Gefahr droht nur noch durch illegal eingeführte, nicht geimpfte Auslandshunde oder durch Bisse von Fledermäusen.

Obwohl Füchse zu den Hundeartigen gehören, sind sie aufgrund ihrer Lebensweise vom Verhalten her einer Katze viel ähnlicher. Vielleicht verstehen sich Fuchs und Katze deshalb so gut. Im Internet gibt es zahlreiche entzückende Videos, die beide Tierarten beim Spielen miteinander zeigen. Trifft der Fuchs doch mal auf ein garstigeres Exemplar, so flüchtet das intelligente Tier lieber vor dem kleineren, aber kratzbürstigen Katzentier. Wir wissen ja alle, wie zickig so manche Katze sein kann.

Auch Trampoline werden in Städten gerne zur Spielwiese umfunktioniert. Bei einem so abwechslungsreichen und reichlichen Nahrungsangebot wie in der Stadt bleibt aber auch genug Zeit um Blödsinn zu machen.