TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere EG
(Kaninchen, Meerschweinchen):
089 / 921 000 53
Kleintiere OG
(Vögel -keine Wildvögel, Kleinnager):
089 / 921 000 52
Hunde:
089 / 921 000 26

Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Wildtier des Monats April: Die Blaumeise

Sie sind klein, quirlig, immer in Bewegung und gehören zu unseren buntesten Singvögeln. Die Blaumeise ist deutlich zierlicher als ihre kräftigere Verwandte, die Kohlmeise. Sie ist gut zu erkennen an ihrer kecken Art, dem blauen Köpfchen und Flügeln und ihrem gelben Bauch.

Da Blaumeisen wegen ihrer geringen Größe zur Nahrung zahlreicher Beutegreifern zählen, müssen sie stets auf der Hut sein. Um Gefahren besser zu erkennen, haben sie viele verschiedene Laute entwickelt. Zum Beispiel gibt es einen sehr hohen Pfeifton für Beutegreifer aus der Luft, der auch von allen anderen Vogelarten verstanden wird. Der Warnruf für Gefahr am Boden klingt eher nach einem Zetern.

Blaumeisen sind vielseitige Sänger. Eins ihrer Lieder jedoch ähnelt einem Lied der Kohlmeise so sehr, dass sie sich verwechseln. Um damit verbundene Konflikte zu vermeiden, haben Blaumeisen in Gebieten mit hohem Kohlmeisenaufkommen extra Trillertöne am Ende ihres Gesangs entwickelt.

Während erwachsene Meisen sich von Samen oder Pflanzen ernähren, werden die Jungtiere mit nahrhaften Insekten versorgt. Dabei stellen sich Blaumeisen geschickter an als alle anderen Meisen: Man sieht sie oft akrobatisch kopfüber an Zweigen hängend, Füße und Schnabel als vielseitiges Werkzeug benutzend. Auch die jetzt im April auftauchenden Blattläuse vertilgen sie gerne.

Doch wie ihr vielleicht schon aus den Medien erfahren habt, haben unsere Blaumeisen momentan ein großes Problem: In Deutschland und seinen Nachbarländern kursiert eine Vogelkrankheit, die bereits 1996 in England bekannt geworden ist. Es handelt sich um eine Lungenerkrankung, die genau wie COVID-19 vermutlich über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Auslöser dafür ist jedoch kein Virus, sondern das Bakterium Suttonella ornithocola. Experten fanden zudem heraus, dass neben Blaumeisen (80 Prozent), auch andere Meisenarten sowie wenige andere Singvogelarten betroffen sind. Erkrankte Tiere sind aufgeplustert, verhalten sich apathisch, fliehen nicht mehr vor dem Menschen und haben sichtlich Atemprobleme. Sie sterben kurz danach an einer Lungenentzündung. Im April waren besonders viele Blaumeisen betroffen. Allein in der ersten Hälfte des Monats wurden dem NABU 13.800 erkrankte Fälle gemeldet, 1500 davon in Bayern. 

Wer den kleinen Meisen helfen will, der kann sie jetzt gerne mit Insektenfutter unterstützen. Nur bitte keine Essensreste wie Brot oder Nüsse füttern. Wenn ihr aber eine kranke Meise in eurem Garten seht, sollten die Fütterung sofort eingestellt und Trinkmöglichkeiten unbedingt weit voneinander entfernt verteilt sowie häufig gründlich gereinigt werden! Somit kann man auch bei Meisen ein „Social Distancing“ fördern und die Ansteckungsmöglichkeiten verringern. Außerdem bittet der NABU Fälle erkrankter Meisen zu melden.