Das Tierheim ist vorübergehend geschlossen. Weitere Infos

Corona Krise in Corona-Not

Seitdem unsere Innenstädte menschenleer sind und die Restaurants, Ladengeschäfte und Imbissbuden zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie geschlossen bleiben, finden die ohnehin schon schwer gebeutelten Stadttauben noch weniger bis schlichtweg gar nichts mehr zu Fressen. Dabei machte das Fütterungsverbot den Vögeln auch vor der Coronakrise schon schwer zu schaffen. Für die Körnerfresser sind übrigens weder unsere Essensreste noch das manchmal gefütterte Brot optimal. 

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass Stadttauben keine Wildtiere, sondern verwilderte Haustiere sind, deren Überpopulation durch menschliche Zucht entstanden ist. Wir tragen also durchaus eine gewisse Verantwortung!

Deshalb haben wir die Stadt München um eine dringende Aussetzung des Fütterungsverbotes während der Ausgangsbeschränkungen gebeten, damit Tierfreunde den armen Vögeln helfen und Vogelfutter in der Stadt verteilen können. Doch leider haben wir auch nach mehrmaligem Nachfragen noch immer keine Rückmeldung erhalten. 

Dem Irrglauben, der Taubenbestand ließe sich durch ein Aushungern nach unten regulieren, möchten wir stark widersprechen: Stadttauben haben einen vom Menschen angezüchteten Brutzwang. Unter Futtermangel brüten sie zum Erhalt ihrer Art sogar noch mehr! Was stattdessen entsteht, ist unermessliches Leid der elendig verhungernden Tiere!

Gerade weil sie völlig zu Unrecht ein schlechtes Image und daher keine große Lobby haben, bitten wir alle Tierfreunde: Gebt den Tauben eine Stimme und setzt euch bei eurer Stadtverwaltung für eine Aussetzung des Fütterungsverbotes zumindest während der Coronakrise ein!