Sibirische Kälte - Bitte helft!

Es wird in den nächsten Tagen richtig kalt, vor allem nachts. Für unsere Wildvögel ist das ein Problem: Bei geschlossener Schneedecke und gefrorenen Böden finden sie kein Futter. Jetzt brauchen unsere gefiederten Freunde dringend unsere Hilfe!

Wer die Möglichkeit hat, eine Futterstelle einzurichten, soll dies bitte unbedingt tun!

Besonders abends brauchen Meise, Amsel, Sperling und Co. ausreichend Futter und geschützte Schlafplätze, um in den grabeskalten Winternächten nicht zu viel an Gewicht zu verlieren und zu verhungern! 

Unser Wildvogelexperte Gerhard Wendl gibt folgende Fütterungstipps:

• Für die Stare, die bereits in manchen Teilen Bayerns zurückgekommen sind: Verstreut auf einer schneefreien Grünfläche Haferflocken, Futterrosinen und, wenn vorhanden – Meisenknödel, die ihr aus dem Netz nehmt und zerbröselt. Dabei freut sich auch das ein oder andere Rotkehlchen, die Amsel und auch ein hungriges Täubchen…

• Für Meisen und Spatzen legt halb Fettfutter und halb Winterstreufutter in ihre Futterhäuschen. Füttert jetzt nicht zu viel, sondern lieber kontinuierlich, mäßig aber dafür täglich frische Ware und sorgt für die Reinigung der Futterplätze. Entfernt altes Futter und die Reste, die nicht sofort aufgenommen wurden oder angeweicht sind.

• Wenn ihr Bussard, Turmfalken und Eulen über diese kalte Zeit helfen wollt, dann schafft auf freiem Feld eine schneefreie Fläche wie auch schon bei den Staren und streut hier Winterstreufutter auf. Das fressen zwar die Greifvögel nicht, damit lockt man aber Mäuse an, die wiederum den Greifvögeln als Futter dienen.

• Ganz wichtig ist: Wo Schnee liegt, bitte KEIN WASSER geben! Die Vögel stillen ihren Durst mit Schnee. Bietet ihr aber Wasserstellen an, könnten sie sich baden und hierbei kann das Gefieder gefrieren und die Vögel könnten einen grausamen Kältetod sterben! Wer unbedingt Wasser bereit stellen möchte, weil er meint, dass keines zur Verfügung steht, bitte nur in gesicherten Schalen. Gitter oder Steine können z.B. verhindern, dass die Vögel in den Schalen baden können.

Diese Fütterungsempfehlung gilt solange es Temperaturen von 10 Grad unter Null hat bzw. wir noch Dauerfrost haben!

Auch Hunde, Katzen und Pferde finden es „saukalt“ draußen und sollten nur stundenweise ins Freie. Älteren Tieren – außer Katzen - sollte man eine passende Decke gönnen - nachts haben alle Ausgangssperre!

Wer auf welche Art auch immer mit seinem Haustier in Not gerät, kann sich selbstverständlich an uns wenden unter Tel.: 089 / 921 000 88.