TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Sag Nein zu Ponykarussell!

Obwohl wir uns seit Jahren dafür einsetzen, das Ponyreiten auf dem Oktoberfest zu beenden, müssen die Tiere auch heuer wieder unter dem Lärm und unzureichender Versorgung leiden. Mit Ausbindern fixiert laufen sie stundenlang stupide im Kreis herum - zur Unterhaltung der Kinder.

Ein entsprechendes Verbot hat der Münchner Stadtrat zuletzt vor zwei Jahren gegen unsere Empfehlung gekippt. Auf dem Tisch lag ein Verbotsantrag der SPD-Fraktion für das Oktoberfest und die Auer Dult. Die CSU hatte ebenfalls einen Antrag eingereicht, der eine kritische Untersuchung eines generellen Verbotes forderte.

Das Ergebnis: die anwesenden Stadträte sprachen sich bei vollzähliger Anwesenheit mit 10:10 Stimmen weder positiv noch negativ in Bezug auf die Anträge aus. Die CSU hatte sich bereits im Vorfeld gegen das Verbot ausgesprochen. So hieß es in der Beschlussvorlage des zuständigen Referenten und 2. Münchner Bürgermeisters Josef Schmid (CSU): das Ponyreiten auf Dult und Wiesn werde vom Veterinäramt regelmäßig kontrolliert. Gesundheitliche Schäden bei den Tieren seien nicht festzustellen. Alle Vorgaben würden von den Betreibern erfüllt.

Fakt ist jedoch, dass Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen immer wieder schwere Mängel in Haltung und Versorgung sowohl bei den Schaustellern auf der Auer Dult als auch auf dem Oktoberfest festgestellt haben. So hatten die Ponys dort im Sommer teilweise ganze Nachmittage bei stechender Hitze keinen Zugang zu Wasser. Nicht einmal die vorgeschriebenen Richtungswechsel wurden eingehalten. Dazu kommen grundlegende Probleme wie die andauernde Lärmbeschallung auf den Volksfesten und das stupide Im-Kreis-Laufen.

Ponykarussells sind eine veraltete, tierquälerische Tradition, die in unserer neuzeitlichen Gesellschaft keinerlei Berechtigung mehr hat. Doch Bürgermeister Josef Schmid (CSU) sieht alle Belange des Tierschutzes gewährleistet. Reitbahnen seien mittlerweile eine der wenigen Möglichkeiten, bei denen Stadtkinder direkten Kontakt zu Tieren haben könnten. Dieses vorgeschobene Argument können wir nur stark verneinen. Kinder erhalten auf der Reitbahn ein völlig falsches Bild von Pferden, die eigentlich Fluchttiere sind.

Wie sehr die Ponys unter den Umständen des Ponykarussells leiden, wissen wir aus eigener Erfahrung. So hat der Tierschutzverein München bereits im August 2014 vier Ponys, die in einer besonders schlechten Verfassung waren, vom Schaustellerbetrieb auf der Auer Dult freigekauft, auf unserem Gnadenhof in Kirchasch aufgepäppelt und in ein liebevolles Zuhause vermittelt. Die Vier genießen ihren ruhigen und friedlichen Lebensabend ohne Stress und Zwang auf einem schönen Pferdehof in Baden Württemberg. Wenigstens für sie gibt es ein Happy End!

Und so bleibt uns nur, weiter dran zu bleiben und uns dafür einzusetzen, dass dieses Leid bald für alle Ponys ein Ende hat. Wir bitten alle Wiesnbesucher inständig:

Kaufen Sie keine Karten für das Ponykarusell oder bei anderen Schaustellern, bei denen Tiere leiden müssen!

#neinzuponykarussell