TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere EG
(Kaninchen, Meerschweinchen):
089 / 921 000 53
Kleintiere OG
(Vögel -keine Wildvögel, Kleinnager):
089 / 921 000 52
Hunde:
089 / 921 000 26

Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Kleine Sensation im Tierheim München

Die Wildtierpfleger*innen trauten ihren Augen nicht, als ihnen dieser seltene Vogel gebracht wurde! Eine aufmerksame Bürgerin fand den Winzling in den frühen Morgenstunden am Straßenrand im Isental. Das handvolle Etwas entpuppte sich als männliche Zwergdommel, ein sehr selten gewordener Vogel. 

Im Zeitraum von 1975 bis 1999 hat sich der Bestand um 20 - 50% verringert. Die Zerstörung der Lebensräume wie das Trockenlegen von Feuchtgebieten führte dazu, dass die Zwergdommel in Bayern nur noch selten vorkommt. Auch Angler, die stundenlang im Schilf stehen oder Wassersportler stellen eine Bedrohung für diesen Vogel dar. Der Bestand wird in ganz Bayern auf 60 Brutpaare geschätzt. 

Wird die Zwergdommel gestört, nimmt sie die sogenannte Pfahlstellung an: Schnabel und Kopf Richtung Himmel gestreckt, wird sie eins mit ihrer Umgebung. Der Vogel aus der Familie der Reiher ist ein Langstreckenzieher, d.h. zur Überwinterung fliegen die Vögel bis ins südliche Afrika. 

Unser gefiederter Freund lebte wohl in einem mit Schilf bewachsenen Graben nahe der Straße. Sein zunächst apathisches Verhalten lässt auf eine Kollision mit einem Fahrzeug schließen. Zunächst musste er mit kleinen Fischen zwangsernährt werden. Doch mittlerweile hat sich sein Zustand wesentlich verbessert und er wird immer aktiver. Bald kann er in einem Biotop ausgewildert werden. 

Dank der Finderin, die den Vogel einsammelte und ihn gleich zur Erstversorgung in die Wildtierabteilung des Tierschutzvereins brachte, konnte das Tier gerettet werden. Am Straßenrand hätte die Zwergdommel die Nacht nicht überlebt, da sie für ihre Fressfeinde wie Fuchs und Marder einen willkommene Beute gewesen wäre.