TIERHEIM BIS AUF WEITERES GESCHLOSSEN

Aufgrund der Covid-19 Pandemie bleibt unser Tierheim bis auf Weiteres für Besucher geschlossen.
Tiervermittlung und Beratung finden telefonisch bzw. nach Terminvereinbarung statt.

Ab sofort haben wir feste Telefonzeiten für die Tiervermittlung (Anfragen, Beratung und Terminvergabe). Die Tierhäuser sind täglich (außer an Feiertagen) von 13.00 bis 16.00 Uhr erreichbar:
Hundehaus 1: 089 / 921 000 26, Hundehaus 2: 089 / 921 000 20, Hundehaus 3: 089 / 921 000 51, Hundehaus 4: 089 / 921 000 56, Hundequarantäne: 089 / 921000 43
Katzenhaus OG: 089 / 921 000 36, Katzenhaus EG: 089 /921 000 825
Kleintiere EG (Kaninchen, Meerschweinchen): 089 / 921 000 53, Kleintiere OG (Vögel, Kleinnager): 089 / 921 000 52

Zum Schutz vor Infektion ist die ehrenamtliche Mithilfe (auch das Gassigehen) momentan leider nicht möglich. Auch Sachspenden können wir bis auf Weiteres nicht mehr annehmen.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund der Corona-Krise bis auf Weiteres auch keine Schülerpraktikanten eingestellt werden können!

In Notfällen und im Falle von Fundtieren melden Sie sich bitte telefonisch hier:

Kleintiere:
089 / 921 000 53
Katzen:
089 / 921 000 820
Wildtiere:
089 / 921 000 76
Bereitschaftsdienst (von 17:00 – 20:00 Uhr):
0179 / 9815974

Igelkinder in Gefahr!

Im August und September ist Gartenzeit und Zeit der Bauarbeiten. Bald werden wieder Container verrückt, Baumaterial gelagert und später verschoben werden. August und September ist aber auch die Hauptzeit der Igelbabys. 80% der Igel werden zu dieser Zeit geboren. Dafür bauen sich die Igelmütter an einem dunklen, ruhigen Ort ein Nest. Dies kann auch der Raum unter einer Palette oder der Spalt zwischen Container und Boden sein.

Wird das Baumaterial dann verschoben, kommt es oft zu tragischen Unfällen. Ganze Nester werden zerstört, die Tiere verletzt oder gar getötet und die Nester freigelegt, wodurch sie schutzlos Beutegreifern ausgeliefert sind. Über 40 verwaiste Igelbabys sind schon jetzt im Tierheim München und werden dort per Hand von den Pflegern aufgezogen. Ein ganzer Wurf verlor seine Mutter, weil diese beim Verrücken eines Containers zerquetscht wurde. Ein zweiter Wurf verwaiste, weil die Mutter bei Arbeiten mit einem Mähtraktor getötet wurde. Denn wenn die Hitze endet und der Regen zurückkehrt, wird auch wieder gemäht, Hecken geschnitten und Unkraut zu Leibe gerückt.

Der Tierschutzverein München bittet darum, jetzt besonders umsichtig und vorsichtig vorzugehen. Bitte seien Sie bei Gartenarbeiten behutsam, überprüfen Sie Büsche, Hecken oder sonstige geschützte Verstecke bevor Sie dort schneideen. Laufen Sie den Rasen vor dem Mähen ab, denn Igelmütter sind auch gerne am Tage unterwegs.

Diese Bitte geht auch an alle Bauarbeiter, die bei jedem Wetter so fleißig schuften. Muss Baumaterial verlagert oder transportiert werden, kann ein kurzer Blick darunter und in kleine Löcher schon Leben retten.

Wird ein Nest gefunden, kann dieses ganz vorsichtig an einen anderen geschützten Ort mit der Mama und den Babys verlagert werden. Optimal wäre es, wenn das Versteck stehen bleiben oder durch ein Ähnliches ersetzt werden kann, bis die Jungen aufgezogen sind und mit der Mutter auf Wanderung gehen.

Sollte doch ein verwaister Igelsäugling oder ein verletztes Tier gefunden oder gar ein Nest freigelegt werden, steht unsere Wildtierbiologin Lydia Schübel vom Tierschutzverein München e.V. mit Rat und Tat zur Seite. Sie erreichen Sie unter Tel.: 089 / 921 000-14.