Amphibien starten zum Hochzeitszug

Noch hat der Winter Deutschland fest im Griff. Aber schon Ende der ersten Märzwochenende sollen die Temperaturen steigen und die Nächte frostfrei bleiben. In geschützten Lagen könnten dann die Amphibienwanderungen langsam einsetzen. Vor allem Molche, die ohnehin ganzjährig in nur kurzer Entfernung von den Laichgewässern leben, starten früh, gefolgt von Erdkröten, die im März auf Hochzeitszug gehen.

Wenn Amphibien bei etwa plus fünf Grad Celsius aus der Winterstarre erwachen, machen sie sich instinktiv auf Wanderschaft zu ihren eigenen Laichgewässern und nehmen dabei keine Rücksicht auf den Verkehr. Vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung sowie in den Nachtstunden überqueren Amphibien zu Hunderten die Straßen. Dort endet der Weg zur Fortpflanzung häufig mit dem Tod.

Um das zu verhindern, sind in diesen Wochen wieder zahlreiche Ehrenamtliche des Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) an Straßenrändern unterwegs, stellen Schutzzäune auf. Die anwandernden Tiere sammeln sich in Eimern, werden dann über die Straße getragen, statistisch erfasst und wieder freigelassen.

Zusätzliche Helferinnen und Helfer sind stets hochwillkommen. Auch für Anfänger ist diese Tätigkeit gut geeignet, ebenso für Kinder und Jugendliche. Bitte erkundigen Sie sich beim NABU-Infotelefon: 030 284 984-6000 wo Schutzzäune für wandernde Amphibien aufgebaut werden und wo Sie helfen können.

Alle Verkehrsteilnehmer sind gebeten, die Geschwindigkeitsbeschränkungen und Warnschilder an den Amphibienschutzzäunen zu beachten. Auch auf Straßen, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, wird eine reduzierte Geschwindigkeit empfohlen.